Herzlich willkommen
        beim SC 1892 Kaufbeuren e. V.

   
Neuigkeiten
07.09.2020   Aus Pandemias Poesiealbum
Vor der Abholzung der europäischen Urwälder, zu deren Baumbestand durchaus auch mehrere hundert Jahre alte Baumriesen
gehörten, lebte der Mauersegler in großen Höhlen in den Baumkronen vornehmlich alter Eichen. Dabei reichten ihm Spechthöhlen,
bei seiner Flügelspannweite bis zu 50cm, nicht aus. Mit dem Verschwinden der großen, alten Bäume wurde der Mauersegler
ein Bewohner von Höhlen in hohen Gebäuden oder Ruinen, wo er brütet und seine Jungen aufzieht. Er gilt als einer der besten
Flieger, seine Flugkunststücke sind legendär. Außerhalb der Brutzeit hält er sich bis zu 10 Monaten fast ununterbrochen in der
Luft auf.
Was hat aber der Mauersegler mit Jonathan Swift oder eventuell Taylor Swift gemeinsam? Wahrscheinlich nichts außer dem
Namen, denn Swift heißt auf Englisch Mauersegler.
Jonathan Swifts große Satire über die englische Gesellschaft von 1726 ist leicht auf die heutige Zeit zu übertragen.
Einen Krieg vom Zaun zu brechen, weil der eine Teil der Gesellschaft die Eier auf der spitzen, anstatt auf der runden Seite
aufschlägt muss man sich erst mal einfallen lassen. Aus solchen Nichtigkeiten Wichtigkeiten zu machen, davon leben auch
heute viele Esoteriker, Forscher, Ernährungswissenschaftler und nicht zuletzt Religionsführer und Politiker. Vielleicht bekommen wir ja
demnächst mitgeteilt, wie wichtig es ist morgens mit dem linken Bein aufgestanden zu sein. Und wieviel anders sich ein Tag
anfühlt, bei dem wir mit dem rechten Bein zuerst in die Hose geschlüpft sind. Als neuen Begriff, unerhebliche Entscheidungen zu
einer Wichtigkeit aufzublasen, schlägt Pandemia das Swiften vor.
Und was hat Taylor S.,die hübsch gestakelte ehemalige Country und heutige Popsängerin mit alldem zu tun? Swiftet sie etwa auch?
Unterstützt sie Donald Swift ähh Trunk, den Tramplpräsidenten der Vereinigten Staaten? Nein, wissen Wir nicht und interessiert
Pandemia auch nicht. Aber ihr neues, achtes Studioalbum wagt ein durchtriebener Kulturjournalist einer sprachlich gern fehlerhaften
Zeitung als Pandemie Poesie-Album zu bezeichnen. Ist zwar knapp daneben, aber geistiger Diebstahl liegt hier allemal in der
Luft. Soll Pandemia sich deswegen auf den Klageweg durch die Instanzen begeben? Die Antwort lautet selbstverständlich Nein.
Denn Swiften überlässt Pandemias Poesiealbum den geistig niederschwelligen Juristen, die nicht wie Pandemia stets bestrebt sind,
ihre knapp bemessene Lebensspanne dem Wahren, Guten und Schönen zu widmen.

Hier ist ein wunderbares, aber unsichtbares Gedicht geparkt. Nur wer heute noch nichts Falsches gedacht hat,
ist in der Lage es zu erkennen.

Pech gehabt
(EG)
31.08.2020   Aus Pandemias Poesiealbum
Was kennt unsereiner schon von Japan? Den Fudschijama, die umgedrehte Eistüte des Samurais? Die verblühten Crysanthemen,
die einst den Thron des Tenno Hirohito schmückten? Das Hauendlichab oder Go genannte Bandwurmspiel, bei dem es nicht
mal verschiedene Spielsteine gibt? Die Geishas, die dir im Teehaus die drei Sudokus leicht ,mittel, unverschämt schwer vorlegen,
und dich bei einem Fehler zum Harakiri ermuntern? Nur Negatives, was unsereiner über Japan schreibt oder ausspricht. Aber der
Japaner ist kaum einmal beleidigt. Der Japaner an sich ist schwer in der Ruhe und einfach mit so etwas kaum beleidigbar. Das sei
ein Loblied auf den Japaner, das Pandemia singt. Und natürlich auf unseren Japaner Kaisencama.
Als Viktor Nachlass sich in den Anfängen der Netzkultur mal ein Passwort, oder Passierscheinwort - wie er es nannte- zulegen sollte,
fiel ihm natürlich zunächst mal nichts ein. Dann überlegte er kurz, was hatte die Alte ihm zugerufen, als er wieder mal mit novembrigen
Dauerhusten durch den Edeka geschurft war? Genau- Virenschleuder. Triumpfierend tippte er ein: Virenschleuder. War doch gar nicht
so schwer. Für die Postbank reicht's.

Die Luft, nächtens erfüllt von Schlieren,
Da endlich sah ich die vier Viren,
Sie murmelten und kauten stumm,
Auf schimmeligem Brot herum.

Der erste würgt und speit den Schimmel,
Das Brillenvirus blickt zum Himmel:
Oh Gott der Viren in den Sternen
Wir wollen gern von dir was lernen.

Oh lehr uns Gott,so groß und toll,
Wie kriegen wir die Wänste voll?
Im Antwortfax, am nächsten Tage
stand: Grüß Gott Viren, falsche Frage.

Murmelten und stumm in einer Strophe, merkt eh niemand von meiner debilen Lesergemeinde, und der Verlegerheini eh nicht,
und der oder das Virus- diese Schwachköpfe!, dafür sind sie auch zu blöd, meinte Viktor angeblich zu seinem gelegentlich
ihn besuchenden dichterischen Leidensgenossen im Geiste. Womit er sich diesmal doppelt täuschte.

Stets täuschend echt verneigend

(EG)
26.08.2020   Aus Pandemias Poesiealbum
Der Zauberer aus Taschkent hat wieder alles gesehen, meinte Jan Gustafsson bewundernd über Rustam Kasimdschanow, den
ehemaligen WM-Kandidaten, der mit ihm das Finale der Magnus Carlsen Schachtour kommentierte. Und mit seiner Bewunderung
war er nicht alleine, bei Pandemia bezog sie sich allerdings nicht nur auf Rustams schachliche Fähigkeiten, sondern auch auf seine
famosen Deutschkenntnisse, seinen Humor und sein ansteckendes Lachen.
Was für ein Landsmann war Rustam eigentlich....Usbeke?...Usbeke. War da nicht noch ein anderer Usbeke nach der Einbürgerung
sogar in der deutschen Schachnationalmannschaft vertreten? Na klar, jetzt haben wir's, Alexander Graf der sizilianische c3- Schürbler,
leider etwas unangenehm aufgefallen nach seinem Sieg gegen Ex-Weltmeister Anand, wo er sich arg herablassend über V. Anands
Spiel äußerte. Und so etwas bestraft Schachgöttin Pandemia...äh.. Hekate...äh...Caissa irgendwann viele Jahre später.
Und letzte Woche war es so weit.. Der tolle Herr Graf mit seinen 2550 Elopunkten steht in der Abschlussrunde der deutschen
Meisterschaft unserem früheren Memminger Schachfreund Maxi Hess, Elo 2378, gegenüber und nach 14 Zügen zeigt der Computer
minus 4,28. In H. Grafs LeibundMagen Caro-Kann. Blamabel? Es liegt Pandemia fern solcher Art Wertung abzugeben. Was uns
allerdings freut ist, wie sicher Maxi die Partie zum Sieg führte und der sagenhafte 3. Platz, den er erreichte.
Viktors Lieblingsgericht? Na klar, Leipziger Allerlei, also alles was im Kühlschrank das Verfallsdatum nicht erleben sollte, oder wollte.
Dieses Essen war die einzig positive Erinnerung, die er mit Leipzig verband. Drei Tage war er auf Wunsch von Mutter, die so für
die Matrosenanzüge der süßen Jungs des Thomanerchores schwärmte, nach Leipzig gefahren und hatte sich dem unerbittlichen
Auswahlverfahren unterworfen. Sein Gehör war tubageölt und seine Stimme war klar und schön. Dass er am dritten Tag vor der
hohen Chorkommission am hohen As scheiterte, betrübte ihn nicht so sehr, sondern vielmehr seine Mutter, die in Gedanken
mit ihren Tränen schon seine Matrosenanzüge gebügelt hatte. Bitter. Hätte mich bei der Namensauswahl mit meinem
Vorschlag durchsetzen sollen. Heintje. Hätte eventuell geholfen. Für's As, überlegte sie bei der Heimfahrt schluchzend.

Es war einmal, ich weiß nicht wann
Und weiß nicht wo. Vielleicht ein Traum.
Ich trat aus einem schwarzen Tann
An einen stillen Wiesensaum.

Und auf der stillen Wiese stand
Rings Mohn bei Mohn und unbewegt,
Und war bis an den fernsten Rand
Der rote Teppich hingelegt.

Und auf dem roten Teppich lag,
Von tausend Blumen angeblickt,
Ein schöner, müder Sommertag,
Im ersten Schlummer eingenickt.(Gustav Falke)

Ergebenste Grüße
(EG)
weitere Neuigkeiten >>