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Neuigkeiten
04.12.2020   Aus Pandemias Poesiealbum
Nicht viel, aber immerhin Erfolge gibt es zu vermelden. Die Aktion des Schachclubs; Das Trampl muss raus, hat einen überwältigendes
Ergebnis vom Zaun gebrochen. Nach seiner Niederlage befindet sich das Trampl auf der Flucht, wahrscheinlich unterhalb der Azoren
oder der Lofoten oder mit Elton in einer Muskelrakete im Orbit, oder sonstwo. Wurstegal, schon vergessen.
Sie haben zu Beginn der besinnlichen Zeit ja Wichtigeres zu tun. Sie haben sicher schon die Weihnachtsdeko ans Fenster gehangen.
Und anschließend Ihre Kinder einbestellt. Zausel steh hin, Hedgehog sitz dich her. Schaut mal, was wir dieses Jahr für einen
schönen Spaghettikürbis als Weihnachtsschmück haben. Gefällt es euch? Während Hedgehog nur belämmert glotzt meint die
Zausel, die einen Grammatikunterkurs bei Dr, Arab Sen besucht, typisch Papi, Baiontek und Wacksien richtig aussprechen können,
aber in der Grammatik der Deutschen Verben sitzen und sich setzen, stehen und etwas stellen und als Höhepunkt er hängte
und es hing in einen Topf schmeißen. Dr. Sen sagt immer, den Deutschen ist Ihre Sprache nichts wert, weil sie sie nicht kaufen
müssen.
Bitcoins haben ziemlich an Wert zugelegt, hielt Jan Gustafsson während des Skilling Opens das Gespräch mit Rustam Kasimdzhanov
am Laufen und holte sich wieder mal ne Klatsche. Was deine Bitcoins in hundert Jahren wert sind weiß ich nicht, aber Kafkas Bücher
werden auch in hundert Jahren noch genauso wertvoll sein wie heute. Wahr gesprochen Rustam, auch wenn Pandemia zur
Stimmungsaaufhellung nicht gerade Kafka empfielt.
Er hat sich aufgehängt, meinte Frau Trude von der Tabakbörse über einen ehemals reichen Schlotfeger aus der Nachbarschaft.
Vielleicht keine unkluge Entscheidung, solange man ihm den Schlot noch nicht abgebaut hatte, versetzte Viktor Nachlass
ungerührt. Und überhaupt, Gott Sei Dank hat er sich nicht aufgehangen.

Du siehst geschäftig bei dem Linnen
die Alte dort in weißem Haar,
die rüstigste der Wäscherinnen
im sechsundsiebenzigsten Jahr.
So hat sie stets mit sauerm Schweiß
ihr Brot in Ehr und Zucht gegessen
und ausgefüllt mit treuem Fleiß
den Kreis, den Gott ihr zugemessen.

Da galt's, die Kinder zu ernähren;
sie griff es an mit heiterm Mut,
sie zog sie auf in Zucht und Ehren,
der Fleiß, die Ordnung sind ihr Gut.
Zu suchen ihren Unterhalt
entließ sie segnend ihre Lieben,
so stand sie nun allein und alt,
ihr war ihr heitrer Mut geblieben. (Adalbert von Chamisso)

Mit heiterem Mut grüßt
(EG)
21.11.2020   Aus Pandemias Poesiealbum
Deutlich zugelegt bei der Tiefe des Kaders* hat unsere Mannschaft in der Quälixliga durch den Zugang unseres netzverschollenen
Stefan H. Er läuft unter einem rebhuhnähnlichen Spielernamen auf, duckt sich aber in seinen Partien wie gewohnt nicht weg.
Zu groß zum erfolgreichen Weckducken ist auch das Auerhuhn, wenn es auf die Suche nach seiner Lieblingsspeise, der
Waldheidelbeere durch den Bergwald streift. Im Winter gibt's allerdings nur Nadelgrün zu beißen.
Eine Nummer größer als das Auerhuhn, aber teilweise in derselben Branche tätig sind die königlichen Untertanen des thailändischen
Sanellakönigs Rama. Pandemia, als das für Könige zuständige Printmedium kann nicht umhin, auch über ihn unverdientermaßen
einige Worte zu verlieren. Er ist auf Dauerurlaubsreise im Voralpenland unterwegs, arbeiten darf er ja im Ausland nicht, und bringt
das Steuergeld seiner Landsleute durch. Das dürfen die sich als Beerensammler, geduckt durch die schwedischen Wälder
schleichend, verdienen. Zwölf kg am Tag sollten es schon sein, damit es kein Draufzahlgeschäft wird. Die Daheimgeblieben dürfen
sich währenddessen unter den Schlägen der Polizisten wegducken. Dafür kann er aber sicherlich nichts.
Und wer sammelt jetzt die Krähenbeeren in Montana? Rieseneinbrüche hat die Landwirtschaft in den USA zu verzeichnen, und
alles nur weil Trottel Trunk ein schlechter Schachspieler ist. Er kann nicht mal einen Zug der Chinesen vorausdenken. Das wusste
Pandemia zwar sowieso, jetzt bekommt unser Albumblob aber zusätzlich Unterstützung von Fendtchef Martin Richenhagen, der bei
Frau Illner im Qualitätsguckkastenprogramm ihm auch noch attestierte einen an der Waffel zu haben. Ob Richenhagen jetzt auch
Schachspieler ist, dass er das so genau weiß, vielleicht sogar Klubspieler, entzieht sich allerdings Pandemias Kenntnis.
Er leide an einer besonderen Form des Dichtzwangs, der Lyricosis Naturalis, attestierte die größte Kapazität für Poetikerkrankungen
der Gehirnwindungspsyche Prof. Dr. habil. psy. Gregor Grabsch dem gescheiterten Berufsdichter Viktor Nachlass schon in seinem
sechsten Septimonium. Auf dessen Frage, wie er die Erkrankung zu behandeln gedenke, antwortete die Kapazität, gar nicht,
die Therapie der Wahl könne man im Siebengebirge problemlos selbst durchführen. Es gebe ja genügend Felswände zur
Echoverstärkung und schreien könne er ja auch. Und was soll man sagen, das Umfeld des Dichters kam jedenfalls problemlos mit
dessen Dichtzwang zurecht. Zumindest wenn es sich von Felswänden fernhielt. Und von seinen Gedichten.

Zwischen Holz und Rosenstocke
Liegt 'ne alte, schwarze Socke
Vorn ein Loch und hinten zwei
Ausgefranst, der Saum entzwei,
Deine Fäden zog ein Rabe
Gab der Gattin sie als Gabe,
Dienst der flinken Haselmaus
Als Unterstand vorm Gartenhaus.
Trotzst der Kälte, trotzst dem Regen
Auf deinem Ende ruht Sein Segen.

*Redewendung aus der ehemals bekannten und beliebten Sportart Fußball
So long habe die Griesmus
(EG)
18.11.2020   Aus Pandemias Poesiealbum
Man könne sich ja außerhalb der Quälixliga auch mal wieder am Freitag zur Schachclubzeit im Netzquadrat auf Li-Chess treffen,
meinte Fitmitschach Peter trefflich. Also Freitag am Abend einschalten, vielleicht steht ja vorher auch was im Handsprechgerät.
Und dann viel Vergnügen, wo ist überhaupt Netzorganisator Excalibur?
Ein recht unterhaltsames Format für die Zuschauer ist die Speed Chess Serie, in der die Beteiligten mit drei verschiedenen
Bedenkzeiten, 5+1, 3+1 und 1+1 spielen und nicht die Anzahl der Partien vorgegeben ist, sondern eine Spielzeit wie beim
Quälixschach von z.B. bei 5+1 von 90 Minuten. Dabei lehnt sich Kommentator Laurent Fressinet sehr aus dem Fenster, wenn er
A.Giri für schlechte Züge mit -You will be fired from the Chicken Chess Club- bedroht. Ist da Giri überhaupt Mitglied?

Egal wie auch die Mode sei, dös Hemderl g'hört ins Hoserl nei, mit diesen flotten Spruch auf den Lippen, noch dazu im österreichisch
angehauchten schluckfränkisch, was der Angesprochene besonders genoss, pflegte Gerard Knofloch seinen Kompagnon Viktor
Nachlass regelmäßig zu begrüßen. Dabei gehörte Knofloch höchstselbst einer ausgesprochen exzentrischen Vereinigung an,
der buddhistischen Tan_Zen Sekte, deren höchstes Seinsziel es war, das Innerste nach außen zu kehren. Dementsprechend liefen
die Anhänger dieses Religionsvereins stets mit umgedreht angezogenen Jacken, Hosen, Mänteln und Socken herum. Dabei baumelten
die Sacktascherln immer seitlich herunter, was den Angehörigen dieser Sekte den Anschein gab, sie verfügten über zusätzliche
Ohren. Nur Schals und Schuhe wurden verständlicherweise nicht verkehrt herum getragen. Dieses durch Doofglauben bestimmte
Aussehen war Viktor N. nicht der Rede Wert. Er zitierte als Antwort auf die gezirkelte Begrüßung nur gern den Modisten Karl
Lagimfeld, der als Anspielung auf Gerards Frisur gemeint hatte, wer als ältliche Person of white colour seine Haare zu einem
Pferdeschwanz binde, habe die Kontrolle über seinen Kopf verloren. Und danach wurde es meistens ein aufgeräumter Abend.

Bin der Gleiche, fast Derselbe
Ob an Oder oder Elbe
Bin ein dunkler Spaßgesell
Hell erstrahlt mein Schlafgestell
Stör mich nicht oh Satzgetüm
Lausch mir einfach Anonym.

Wir verbleiben Pandemias vier Lesern plus vier Viren zugeneigt grüßend
(EG)
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