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        beim SC 1892 Kaufbeuren e. V.

   
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02.12.202218:00 UhrVereinsabend
Alpenblick Elisabeth Café, Hans-Böckler-Straße 82, 87600 Kaufbeuren
09.12.202218:00 UhrVereinsabend
Alpenblick Elisabeth Café, Hans-Böckler-Straße 82, 87600 Kaufbeuren
10.12.202215:00 UhrKreisliga Südschwaben
  SF Bad Grönenbach II : SC 1892 Kaufbeuren II
Sebastian-Kneipp-Mittelschule, Kemptener Straße 7, 87730 Bad Grönenbach
11.12.202210:00 UhrSchwabenliga I
  SF Bad Grönenbach : SC 1892 Kaufbeuren I
Sebastian-Kneip Mittelschule, Kemptener Str. 7, 87730 Bad Grönenbach
16.12.202218:00 UhrVereinsabend
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23.12.202218:00 UhrVereinsabend
Alpenblick Elisabeth Café, Hans-Böckler-Straße 82, 87600 Kaufbeuren
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Neuigkeiten
01.12.2022   Aus Pandemias Poesiealbum Extra
Unserem Club zum 130.

Vorsicht jetzt! Der Korken knallt
Der Club wird heute ziemlich alt
Im Glase perlt schon der Champagner
Es ist doch 130 Jahr her
Dass wack're Männer -ich betone-
Heut ging es nicht mehr frauenohne
Sich zum Behuf' ein Bier sie tränken
Gleichzeitig in ein Spiel versenken
Und wöchentlich im Rauchgeschwänge
Um 64 Felder dränge'
Der Hauskram, Kinders bleib'm verwaist
Das Hirn um Holzfiguren kreist
Die Uhr gedrückt, Gedanken aus
Um Mitternacht schwankt man nach Haus
Und noch im Traum lacht man verzückt
Turm c4 und aus. Geglückt.

Viele weitere vergnügliche Jahr wünscht dir deine - des hohen Alters wegen - besonders treusorgende Redaktion P.P.

(EG)
20.11.2022   Aus Pandemias Poesiealbum
Was das denn solle, wird die Redaktionsleitung immer häufiger angesprochen, es müsse doch bei der gegenwärtigen Lage
nicht mehr Pandemias Poesiealbum, sondern, wenn es so etwas schon unbedingt geben müsse, an der Zeitgemäßheit sei
überhaupt Zweifel angedeutet, dann vielleicht Endemias Poesiealbum oder wie von ganz oberschlau Gebildeten vorgeschlagen
wurde, Pandoras Poesiealbum heißen. Damit wären sowohl der Bereich Schlechtigkeit der Welt und die Frauenquote mit einem
Schlag übererfüllt. Etwas, das man unbedingt im Auge behalten solle, wenn nicht müsse. Wenn P. P. eine Zukunft beschieden
sein wölle. Gefolgt von heftigem Kopfwackeln.
Na klar, Geld spielte bei ihm daheim nie eine Rolle. Als Bröselwindlers SohnTochter hatte man es einfach. Da genügte ein
Blinzeln oder Fingerschnippen in Gegenwart des Kinderbetreuungspersonals und am nächsten Donnerstag gab's zwischendurch,
also zwischen den üblichen Geschenktagen Ostern, Geburtstag, Ferienanfang, Ferienende, Urlaubsspielzeugtag, Martinstag,
HalloWien, Zipfelmützenmann, Weihnachten, Lichtmeß, Faschingtolltag andsoon eine Legoeisenbahn, ein Flummibrett, eine
Hüpfburg oder die Parkachterbahn hinterm Haus wurde um einen attraktiven Looping geupdatet. Oder, als ersie älter war, flog
man halt mit ausgewähltem Friendskreis am Donnerstag zur Falkenshow nach Maskat, zum Barracudakitzeln auf die Bermudas
oder zum Nightheliskiing nach Moritz oder Squaw Valley. Das brauchte man einfach nach einer harten Schulwoche. Und Freitag
hatten eh alle frei, eben F. for Futur, das hatte man doch schon in der Walldoof dritten gelernt, das war so selbstverständlich
wie die Oma in der Kirche, zu den unveräußerlichen Grundrechten der Kinder gehört der freie Freitag.
Aber erst nachdem er vierzehn geworden war und langsam anfing seine Gedanken zu sammeln und zu ordnen, eröffnete
ihm Vatermutter, dass ersie eine groooße Verantwortung habe. Er gehöre zu den reichsten neunzig Kindern* in D- Land und
man habe, um der drohenden Erbschaftssteuer zu entgehen* auf seinen Namen einige Zahlen Geld mit vielen Nullen geparkt,
eben Betriebsvermögen.* Er solle das jetzt wissen, wenn ihnen was passiere, aber sonst ändere sich für ihn nichts.
Das stimmte auch, er flog bis Anfang zwanzig weiter einmal im Jahr zum Dattelkernweitspucken nach Meduna, amüsierte
sich mit liebreizendem, geldlosem Kajütenpersonal seiner Hochseeyacht vor Tuvalu, stürmte mit Bestfriends die Disco in
Hootentown und löste das Gerümpel anschließend ab. Was es eben für hundreds of angesagten Vergnügungen für seine
Altersgroup in worlwide In-Locations gab, Heshe war dabei. Und das war dann auch sein Spitzname. Heshe.
Gut, wenn man bei Songtexten zuhört, sagten VaterMutter und sein PersonalmentalCoach immer wieder, sei man selber
Schuld, wenn man nachdenken müsse. Es war eigentlich nur eine Zeile, die ihm seit dem Abend - es war so einer mit
Lagerfeuer, Pullgrillgut, Schwoofpersonal, Mangodoppelalc-Margarita und damit auch Damennähe gewesen, vorgetragen
von einer Klampfband, die Bobsongslive spielte - nicht mehr aus seinem Hirnkästchen entweichen wollte und sich
immer tiefer in sein bis dato leichtes und flaches Gedankengut bohrte.
The peddler now speaks to the countess who's pretending to care for him Sayin', "Name me someone that's not a parasite
and I'll go out and say a prayer for him".** Es war wie das Erwachen aus einem Vergnügungskoma. Er, Heshe ein
Gesellschaftsparasit. Die Möglichkeit, dass da etwas dran sein könnte, traf ihnsie wie ein Schlag ins Kontor. Und die Einsicht
folgte im Laufe der Jahre auf dem Fuße. Heshe fühlte sich mit seinem, nur durch den Zufall der Geburt erworbenen,
in seinen Augen unverdienten Erbe nur noch belastet und überlegte Erbschaftssteuer zu zahlen. Oder sein Vermögen
zu verschenken und mit Linda auf der Straße zu leben. Oder daneben. Oder sich einen Job zu suchen. Auf einer Segeljacht.
Oder Betunterricht zu nehmen.
Der Leser wird verstehen, dass Verzweiflung oder Panik noch untertriebene Begriffe sind, wenn man den Gefühlsmus
von Heshes Eltern, Vatermutter Besenwinsler, angesichts der Verhaltensänderung ihres einzigsten*** Kindes beschreiben will.
Von nächtelanger Schlaflosigkeit geplagt, schliefen sie mehrfach liegend ein, oder etwas passenderes Ähnliches. Wenn ihnen
vor Sorgen um die hart erworbenen Kröten überhaupt Zeit dafür blieb. Und nebenbei noch Pandemias Poesiealbum leiten,
äh finanzieren und beaaaauffsichtigen. Einfach übermenschlich, was sie von sich verlangten. Und ihren Angestellteninnen.

Hinter sieben blauen Hügeln
Steht ein Herd mit sieben Tiegeln
Darauf kocht 'ne blaue Puppe
Sieben Stunden Blaubeersuppe.

Sie rührt und rührt und schmeckt sie ab
Mit Fingerhut und Aronstab.
Drauf folgend wird sie sacht püriert
Durch sieben Filter fein filtriert
Zum Schluss, wenn sie schon blaubeerklar
Wirft sie hinein ein Blaubärhaar.

Wer rumsteht und zu blöde schaut
Dem wird der Buckel blaugehaut
Mit einer Siebenriemenrute.
Würg sieben Schluck. Und aus.
Die Gute.

*Butterwege, AZ 11.22
**Visions of Johanna, Bob D.
***Dudenfreigabe der Steigerung in Erwartung begriffen

Auf Grund der großen Nachfrage nach Hügelgedichten kommen jetzt auch die etwas stilleren zu ihrem Recht auf einen
Auftritt im Poesiealbum, für den sie sich in Erwartung bewundert zu werden extra chique gemacht haben.

Die Redaktion grüßt still die stets geduldig ausharrende Leserschar
(EG)
10.11.2022   Aus Pandemias Poesiealbum
Wem gelingt die beste Zukunftsprognose über die Entwicklung des Schachs in den vor uns liegenden Jahrhunderten? Wer dafür
einen sich bewahrheitenden Vorschlag abgibt wird mit dem hochdotierten Zukunftspreis der P.P. Blob Stiftung geehrt, der bei einer
Spendengala überreicht werden wird und dessen unermesslich hohe Dotierung aus angegebenem Grund noch nicht feststeht,
auch wenn B.W.der L. sich selbstverständlich nicht lumpen lassen werden sollte. Also senden Sie Ihre Analysen, Erklärungen,
Vorstellungen, Lösungen oder was auch.... Stop erstmal, stooooop sag ich ...... Sie können doch jetzt nicht von den Lesern schon
wieder Gedankenarbeit verlangen, wenn Sie die letzten Rätselfragen noch nicht aufgelöst haben. Stimmt, also die Lösungen waren
Erdofman, der Idiot von Dostojewski. Jetzt zufrieden? Wurde aber auch Zeit.
Natürlich muss Ihre Prognose es an Bedeutungstiefe mit den Zukunftsahnungen der großartigsten Forscher und
Filmkonzeptionisten aufnehmen, die diese schon seit vielen Jahren auf die Plasmascheibe des Guckkastenradios projizieren.
Nehmen wir mal zum Bleistift Raumschiff Enterprise. Garth von Izar ist einer der fünfzehn verrückten Verbrecher, die in der
kosmischen Heilanstalt untergebracht sind und außerdem Schachspieler. Als Käpt'n K. in seine Gewalt gerät muss er um seine
Befreiung zu erwirken das Schachrätsel - was antworten Sie auf Königin a3? - lösen. Er behauptet auch auf wiederholte Nachfrage,
die Antwort nicht zu wissen und wird daraufhin einer geräuschlosen Schallwellenfolter unterzogen. Doch auch das hift nichts,
Käp'tn K. gelangt, obwohl ein schachpielender Raumschiffcommander aus der fernen Zukunft, nicht zur Lösung.
So sehen wir also,die Zukunft des Schachs liegt nach Ansicht der Erschaffer des Raumschiffs E. in der richtigen Antwort
auf den Zug Königin a3. Und zwar, ohne irgendeine Figurenstellung mitgeteilt zu bekommen. Dennoch sollte die Lösung zu finden
in der Zukunft absolut* möglich sein. Kann Ihre Prognose damit mithalten? Man wird es in vielen Centauren ähh....Centinnien
sehen dürfen wollen.

But how would you know
Where to look?
If you wanted to find me
How would you know
Where to look?
If you wanted to find me.

Tell me, have you been dancing lately?
Are you gonna die?
Like the beautiful mess you left me
When you wasted all my time. (Daisy the Great)

Ein paar schöne Zeilen werden ja noch gestattet sein dürfen in diesen Zeiten, wo die Einstabmatte aus Stahl die menschlichen
Behausungen immer häufiger beginnt zu umschließen. Gemacht für die Ewigkeit, wehrt den Nachbahrshund ab, die
Nachbarskinder, den frechen Hausierer, den Werbezettelzusteller und als Zweistabmatte mit Steinen verfüllt sogar schweres
Schneeräumgerät und den Nachbarpanzer. Was will man mehr vom bewussten Wohnen und damit Leben im Grünen?
Die Einsparung von Energie sei ein immerwährender Prozess, den man nicht so über den grünen Klee interpolieren dürfe,
bemerkte V. Nachlass in die überschaubare Runde, die ihm mit beifälligem Gemurmel an den Lippen hing, wobei eine seiner
persönlichen Schutzmaßnahmen vor Energieverlust sogar vom Weibsvolk** nachgemacht werden könne, er meine hier nicht
das Bart wachsen lassen, was seinen Leib schier zum Nullenergiekörper transponiert habe, sondern den nächtlichen Schutz des
Halsaufsatzes vor Wärmeverlust durch die vööölig aus der Mode gekommene..........der Rest der Ansage ging in langanhaltendem
stürmischem Applaus unter. Leider.
*oder definitiv, suchen Sie sich Ihr Käsewort heraus
**Monty P.
Mit rätselhaft freundlichem Gruß verbleibt, die Schlafmütze zurechtschiebend
(EG)
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